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Die Eintrittskarte

Saskias Adventskalender die eintrittskarte Frau in Ekstase

Nikolaus, der 6. Dezember, ein Tag, den ich so schnell nicht mehr vergessen werde.

Vorsichtig öffnete ich das kleine Päckchen, mehr ein Umschlag denn ein Karton.


Du kennst die Vorgeschichte? Wenn nicht, hier geht es zu Teil 1 >>>


»Liebe Saskia,

heute ist Nikolaus. Eigentlich sollte dich der Knecht Ruprecht besuchen und den Hintern versohlen, weil du so abstinent seit der Trennung lebst, aber ich will nicht so gemein sein.

Dein heutiger Abend wird dich entführen und verführen, insofern du es zulässt. Deine Eintrittskarte zu dem ersten Abenteuer wirst du in dem Wagen vorfinden, der dich um 20.00 Uhr abholen wird. Bitte bekleide dich mit den Sachen der letzten Tage. Gegen die Kälte kannst du dir einen Mantel überziehen, mehr wird nicht benötigt.

Vertrau mir, du wirst Spaß erleben, wie du ihn dir schon immer gewünscht hast.

Sei bereit für ein Abenteuer der besonderen Art.

Dein Mr. X«


Gastbeitrag © Copyright Doris Anbetracht


Darf ich dazu sagen, dass mir ein Schauer bei diesen Zeilen durch den Körper rieselte? Sofort fielen mir alle möglichen sündigen Wünsche ein. Heiß und kalt wechselten sich ab. Mein Schlüpfer befeuchtete sich von ganz alleine und meine Knospen standen ab, ohne dass sie jemand berührt hätte oder ich eben fror. Ob die lange Enthaltsamkeit daran schuld war? Obwohl, nun, ich gebe zu, Sex macht Spaß, auch ohne die Person zu lieben (natürlich grundsätzlich mit der nötigen Schutzkleidung des Mannes). Die letzte Begegnung war zu diesem Zeitpunkt drei Monate her. Also viel zu lange für jemanden wie mich, die auch öfter am Tag jenen Zeitvertreib liebte, falls die Gelegenheit dazu gegeben war.

Nach der Arbeit verweilte ich entsprechend nicht lange mit Nichtstun, sondern duschte mich, bekleidete mich mit den Geschenken der letzten Tage und trug dezent etwas Farbe auf. Schließlich mag ich es lieber natürlich, davon wollte ich auch an diesem Abend, von dem ich noch nicht wusste, was auf mich zukäme, halten.

Der Umschlag

Punkt 20.00 Uhr ertönte meine Klingel und ich beeilte mich, hurtig nach unten zu sausen. So schnell eben die Schuhe es zuließen. Ein freundlicher älterer Herr mit einem Bart wie ein Weihnachtsmann und blauen Augen hielt mir die Tür zu einer schwarzen Limousine auf und ich huschte rasch durch das kurze Stück Kälte ins warme Innere des Wagens. Wie eine Diva zu einer Premierenfeier saß ich drin. Innerlich nervös, ohne zu wissen, wohin der Wagen fuhr.

»Sie sehen schön aus, junge Frau. Ein wahrlicher Leckerbissen, wenn ich das so unverblümt sagen darf.«

Mir fiel die Kinnlade runter. Oje, auf was hatte ich mich eingelassen? Da fiel mir ein, dass ja noch etwas in diesem Fond auf mich wartete. Suchend blickte ich mich um und sah einen sehr auffälligen Umschlag am Vordersitz befestigt. Warum er mir nicht vorher ins Auge gestochen war, fand in meinem Gehirn keine Antwort.

Mit fahrigen Fingern öffnete ich das Papier und sah eine festlich angehauchte Eintrittskarte zu einem Club. Dem Club – Swing all around the X-mas-Time.

Dabei lag ein Zettel mit einer schwungvollen, aber eher männlichen Handschrift: »Tobe dich aus, komm deinen geheimen Sehnsüchten nach. Vielleicht findest du mich ja, aber ich werde mich dir nicht zu erkennen geben.«

Bevor ich weiter darüber nachdenken konnte, waren wir auch schon angekommen. Mit einem Augenzwinkern verabschiedete sich mein Fahrer von mir.

»Ich hole Sie später wieder ab, sobald Sie nach Hause gebracht werden möchten. Ich werde da sein. Und Sie müssen auch nicht wie Aschenputtel schon um Mitternacht Ihr Vergnügen beenden. Viel Spaß, junge Frau.«

Ein Hauch Testosteron

Damit trugen mich meine Füße auch schon in Richtung Eingang. Ein kurzer Blick zeigte die davonfahrende Limousine. Woher konnte er wissen, wann ich wieder zurückfahren wollte? Schließlich hatten wir keine Verbindung via Handy oder so miteinander. Der herzliche Empfang an der Tür ließ mich das schnell wieder vergessen.

»Guten Abend, Ihre Eintrittskarte bitte.«

Ich hielt dem bulligen Türsteher mein Ticket vor die Nase. Sein Duft strömte mir in die Nase, geschwängert mit einem Hauch Testosteron, der das nervöse Kribbeln in meinem Bauch in ein erregtes wandelte. Da war etwas, nicht zu beschreiben, das mich schon dort am Eingang in den Bann zog.

»Herzlich willkommen. Nach dem Übertreten der Schwelle gibt es kein Sie mehr. Alle kommunizieren hier mit einander, als wären wir Freunde. Keine Distanz schaffen, Nähe soll zugelassen werden. Also fühl dich bei uns wohl.«

Hinter dem roten schweren Samtvorhang empfing mich eine wohlige Wärme, die sofort den Mantel öffnen und ausziehen hieß.

»Willkommen, schöne Frau. Darf ich dir das Teil abnehmen? Ich denke, du wirst es hier nicht brauchen. Vielleicht wird dir ja schon deine dünne Wäsche zu heiß.«

Das Wesen vor mir, keine Ahnung, ob Mann oder Frau, hauchte mir das dermaßen erotisch zu, dass ich nur noch neugieriger wurde.

Viele Menschen hielten sich in den Räumlichkeiten auf. Alle waren mit wenig bis gar nichts bekleidet. Dezentes Licht erzeugte eine ruhige Atmosphäre, die Geborgenheit simulierte, so intensiv, dass alles andere als Wohlfühlen gar nicht möglich war. Niemand starrte mich an, mein Kommen wurde teilweise mit gefälligem Nicken aufgenommen, das Interesse wandte sich dann wieder anderen Personen zu.

Beschreiben, wie es dort aussah, lässt es sich nicht wirklich. Gemütliche Sitzlandschaften wechselten sich mit aktiven Geräten ab. Überall streichelten sich Menschen, küssten einander oder waren intim, ohne sich an den Vorbeilaufenden wie mir zu stören.

Glory Holes

Mein roter Seidenschlüpfer befeuchtete sich immer mehr. Diese knisternde Stimmung, der Sex um mich herum, das konnte einfach nicht ohne Folgen bleiben. Das Kribbeln war dermaßen intensiv, dass allein eine kurze Berührung einer anderen Person einen leichten Schauer durch meinen Unterleib jagte. Ich musste unbedingt Sex haben. So schaute ich mich um, ob sich nicht jemand zum Kopulieren fände. Offenbar waren alle Herren belegt, für mich blieb keiner.

Das Schicksal führte mich in einen Raum der Heiligkeit, wie er hieß.

Glory Holes, nur anders, irgendwie. Kleine Kabinen, in die Frau sich legen, stellen oder knien konnte. Ein dunkelblauer Vorhang mit den dazu passenden Öffnungen für den Mann. Unbekanntes Ficken. Allein der Gedanke bereitete mir augenblicklich einen kleinen Orgasmus. Kurz schüttelte er mich durch.

Entsprechend motiviert betrat ich eine der Kabinen, woraufhin ein Licht aufflackerte, ein grünes, was wohl der Herrenwelt anzeigte, dass jemand bereit sei, sich zu vereinen.

Fremdficken, eine Art Blind Date oder eher Blind Sex, denn die Kabine war dermaßen düster, dass man den Sehsinn getrost vergessen konnte.

Einigermaßen bequem lag ich mit gespreizten Beinen hinter dem Vorhang und wartete, ob sich jemand meiner erbarmte. Die sehnsüchtige Erwartung auf einen Stoß mit einem männlichen Glied brachte meine Hände an den Busen und walkte diesen durch den BH etwas durch. Erneut rann etwas Liebessaft aus meiner Vagina. Sie war bereit.

Plötzlich bewegte sich der Vorhang, ein bisschen. Die Unterlage, auf der ich lag, hob sich in die Höhe, um auf die richtige Höhe mit meinem Puzzleteil auf der anderen Seite des Stoffes zu kommen. Warme große Hände glitten an meinen geöffneten Schenkeln entlang, erkundeten meine Scham und Finger schoben den feinen Slip beiseite und drangen ein.

Funkelnde Sterne

Gekonnt fanden sie den Punkt und ich wand mich um sie herum. Stöhnen erfüllte die kleine Kabine. Mein Stöhnen. Der erste Orgasmus von fremder Hand. Es fühlte sich so leer an, als diese verschwanden. Ein kurzes Jammern meinerseits, als sich auch schon ein Glied in mich schob, das ich freudig begrüßte. Natürlich trug es ein Mäntelchen, das war hier Vorschrift.

Seine Hände umfassten meine Hüften und sein Becken rammte bei jedem Stoß gegen meines. Es war geil. Er entführte mich in eine Welt der Ekstase, derer ich so lange entbehrt hatte. Da der Geräuschpegel um mich herum mit anderen Brunftlauten erfüllt war, reduzierte ich nichts. Meine Schreie tönten durch die Kabine und bestimmt auch nach außen. Kräftig drängte ich meinen Unterleib gegen die Rammmaschine auf der anderen Seite. Sein Speer drückte gegen den Muttermund und bescherte mir Wonnen der Glückseligkeit. Vor meinen Augen funkelten Sterne und irgendwann war ich weggetreten.

Als ich wieder zu mir kam, zuckte meine Scheide leicht. Ein Nachhall auf das Erlebnis. Aber sie war leer.

Nicht lange. Kaum war mein Bewusstsein am Sortieren, wo ich mich befand, als sich meine Unterlage erneut höhenmäßig veränderte. Wieder griffen Hände nach mir. Raue Hände mit Schwielen. Trotz allem waren sie sanft im Umgang mit mir. Was jetzt geschah, war unbeschreiblich. Seine Finger öffneten meine geschwollene Vagina und dehnten sie auf. Meine Muskeln zuckten. Ein leichter Schmerz durchzog mich aufgrund der Weitung, aber als sie durch den Penis des Mannes ersetzt wurden, wusste ich, warum die Vorarbeit gelaufen war.

Himmel noch eins

Ein so dickes Exemplar von Mann hatte ich noch nie in mir gespürt. Ganz vorsichtig glitt er in mich hinein, gab mir Zeit zum Gewöhnen an seinen Umfang und begann erst nach geraumer Zeit, sich in mir zu bewegen. Aber allein schon das Hereingleiten in meine erregte Pussy schuf einen Orgasmus, bei dem ich ihn massierte. Himmel noch eins, wie konnte ein Mann so gebaut sein? Ich hörte die Englein singen, als er sich immer heftiger in mir bewegte und Höhepunkte erzeugte wie auf einer Perlenkette.

Den Rest des Abends verbrachte ich in dieser Kabine in einer Art Delirium. Woran ich mich halbwegs erinnern kann, waren unterschiedliche Kaliber in mir.

Wie verabredet war mein Chauffeur vor der Tür, als ich glückselig aus der Tür des Clubs torkelte.

»Sie sehen wunderschön aus, junge Frau. Und müde. Ich werde Sie nach Hause bringen.«

Am nächsten Morgen, der zum Glück für mich ein Sonntag war, schwelgte ich in den Sphären dieser Glückseligkeit. Regentropfen klopften an meine Schlafzimmerfenster, luden mich ein, länger liegen zu bleiben und in Erinnerungen zu schwelgen. Wie es weitergeht erfahrt ihr hier >>>

Eure Doris Anbetracht

 


© Copyright · Autor: Doris Anbetracht | · Foto: Efes Kitap auf Pixabay


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