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Schluss mit dem Analsex Tabu

Schluss mit dem Analsex Tabu - Po einer Frau mit Sand

Warum sich das Abenteuer Analsex für Frauen lohnt

Analsex überschreitet Grenzen. Er benötigt absolutes Vertrauen, echte Hingabe und viel Einfühlungsvermögen. Dafür belohnt er dich mit purer animalischer Ekstase und echtem Verschlingen. Dennoch ist er für viele Frauen ein Tabu. Warum du als Frau Analsex ausprobieren solltest, worauf du als Mann Acht geben solltest und wie ihr es gemeinsam am besten anstellt. Eine P(r)opaganda-Schrift aus Frauenperspektive.


Gastbeitrag © Copyright Astronaughty


Arschficken ist Liebe

Ich liebe Analsex! Und trotzdem ist er für mich etwas Besonderes, Intimes. Etwas, das ich nur mit jemandem teile, zu dem ich eine vertrauensvolle und emotionale Beziehung habe. Mein „Hurentürchen“ öffnet sich nicht für jeden Liebhaber, und erst recht nicht direkt am Anfang einer Beziehung. Man muss es sich gemeinsam „erlieben“.

Er ist für mich die logische Konsequenz, wenn man alles an oralen, manuellen und vaginalen Freuden abgefackelt hat, was die Palette so hergibt. Analsex ist die berühmte „Luft nach oben“. An dem Punkt der Beziehung, wo ich meinen Partner maximal in mir aufnehmen möchte, mich ihm so hingeben möchte, dass er vollkommen unter meine Haut kriecht. Wenn ich bereit bin, alles von MIR zu schenken.

Dann will ich seinen harten Schwanz in meinem Hintern haben. Dann will ich, dass er meinen Arsch nimmt. Erst zärtlich. Später auch wild und hart. Und mich ihm dabei ausliefern und vollkommen fallen lassen. Dann will ich spüren, sehen, hören, wie er zum Tier wird, mir dabei ins Ohr stöhnt, selbst kaum fassen kann, wie geil sich das anfühlt. Will, dass er mich besitzt, mit mir auf dieser Welle der Ekstase reitet und mir am Ende seinen heißen Saft in den Arsch spritzt.

Ja, du hast richtig gelesen, ich arschficke nicht mit Gummi. Ich bin keineswegs achtlos, was Safer Sex angeht. Aber Analsex habe ich ausschließlich mit jemandem, der mir so nahesteht, dass wir kein Gummi benutzen müssen.

Orgasmus-Garant

Während die Mehrheit der Kerle absolut verrückt nach dem Sex durch die Hintertür ist, haben unglaublich viele Frauen ein P(r)oblem damit. Dabei sind der äußere Schließmuskel, sowie der Anus selbst, von unzähligen Nerven durchzogen. Zudem wird beim Analsex auch die Wand zwischen Rektum und Vagina, und somit indirekt der G-Punkt, stimuliert. Ganzkörpergänsehaut garantiert.

Sollte der Po-Sex da nicht auf deutlich mehr Begeisterung bei den Ladys stoßen? Woher kommt diese breite Ablehnung einer eigentlich unglaublich geilen Sexpraktik? Und wie kann man mehr Frauen glaubhaft davon überzeugen, dass es sich absolut lohnt, der Liebe von hinten eine (weitere) Chance zu geben?

Miese Erfahrungen und Vorbehalte

Zum einen sind da diejenigen von uns, die in der Vergangenheit bereits schlechte Erfahrungen mit dem Analsex machen mussten. Ein falsch durchgeführter Arschfick verursacht keine Lust, sondern üble Schmerzen. Der Genuss steht und fällt hier ganz klar mit dem Einfühlungsvermögen deines Partners.

Zum anderen gibt es da jene Frauen, die sich bisher noch nicht an dieses Thema herangetraut haben und daran häufig negative Erwartungen knüpfen. Entweder fürchten sie den Schmerz oder sie schämen sich für ihren After und das, was gemeinhin damit verbunden wird.

Drei Analsex-Grundregeln vorab:

1. Mach nichts, was dir widerstrebt

Wenn du es absolut nicht möchtest, dann solltest du selbstverständlich keinen Analsex haben. Aber wenn du wenigstens ein bisschen neugierig bist, was die Befürworter daran so sehr begeistert, dann trau dich. Wenn ihr ein paar grundlegende Dinge beachtet, kann es auch für dich eine wunderschöne, lustvolle Bereicherung deiner Sexualität werden.

2. Analsex darf dir nicht weh tun

Bei guter Vorbereitung ist er absolut schmerzfrei und unvergleichlich intim. Dennoch müsst ihr behutsam vorgehen. Dein Schließmuskel ist empfindlich. Schmerz ist ein klarer Hinweis dafür, dass etwas nicht richtig läuft. Er ist ein Stoppschild. Du solltest ihn nicht aushalten. Denn Verkrampfung bewirkt nur noch stärkeren Schmerz und weitere Verspannung. Wie für jeden anderen Sex gilt auch für den Arschfick: Er soll dir selbstverständlich Spaß und Lust bereiten. Je mehr Angst du vor ihm hast, desto mehr wird sich dein Körper dagegen sträuben.

3. Shit (usually) doesn’t happen

Viele Frauen lehnen den Analsex aus hygienischen Gründen ab. Dabei ist ein entleerter Enddarm grundsätzlich sehr sauber. Die extrem glatte Darmwand lässt kaum Rückstände zu. Es besteht daher nur ein sehr geringes Risiko, dass der Penis mit Kotresten in Berührung kommt. Eine gründliche Dusche vor dem Analsex und ein Kondom sollten absolut ausreichen, um sich ihm frei von hygienischen Bedenken hinzugeben.

Wenn wider Erwarten im Eifer des Gefechts doch mal ein klitzekleines bisschen Kot am Penis haften bleibt, nehmt es mit Humor. Sex ist halt keine sterile Angelegenheit.

Analsex: Vorbereitung und Vorspiel

Analsex mit einem neuen Partner ist Evolution. Bei mir startet er einfühlsam, langsam und verhalten im Bett. Und später, wenn ich weiß, dass ich ihm vollkommen vertrauen kann und auch schnell dafür bereit bin, dann will ich den Arschfick immer und überall. Im Auto, im Club, in einer dunklen Gasse, auf dem harten Waldboden.

Einen Po muss man verführen

Ohne zeitlichen oder mentalen Druck. Er braucht Liebe und Zärtlichkeit. Eine angenehme Atmosphäre. Vertrauen. Er muss gelockt, gestreichelt und massiert werden, mit Fingern, vielleicht auch mit der Zunge – aka Rimming – und bei Gefallen mit Sextoys. Bis er sich für den Partner öffnet und ihm vertraut.

Lube the Tube

Im Gegensatz zur Vagina produziert der After kein natürliches Gleitmittel, dass das Einführen des Schwanzes erleichtert. Man sollte also immer verschwenderisch ein Lube benutzen, damit der Schwanz (bzw. vorab die Finger und/oder das Spielzeug) leichter und schmerzfrei durch die Rosette gleitet. Dabei ist es persönliche Geschmacksache, ob man sich für ein normales Gleitgel, spezielles Anal-Lube, Aloe Vera oder Kokosöl (wenn keine Kondome verwendet werden) entscheidet. Das Kokosöl ist mein absoluter Favorit, da die dezente Karibik-Duftnote alle potentiellen anderen Gerüche überlagert.

Arschficken ist Kopfsache

Damit du dich als Frau wirklich fallen lassen kannst, musst du dich sicher fühlen.

Sicher, dass dein Partner langsam, einfühlsam und vorsichtig vorgehen wird.

Sicher, dass er dir dabei nicht weh, sondern guttun wird.

Sicher, dass ihr beide souverän genug seid, damit umzugehen, falls doch mal ein kleines Malheur passieren sollte.

Reden ist Gold

Was für eine Überraschung: Das alles geht nur über Kommunikation. „Mal eben“ spontan rein ins Rektum ist eine echte Scheißidee, wenn dein Hintertürchen noch kein fester Bestandteil eurer gemeinsamen Sexualität ist. Schon bevor ihr euch an das Abenteuer wagt, solltet ihr unbedingt darüber reden. Über eure, und vor allem DEINE Erwartungen, Befürchtungen und Ängste.

Your butt, your rules!

Du steckst die Grenzen ab, legst Regeln fest und gibst ihm vor, was er tun darf und muss, damit du dich auf dieses Abenteuer mit ihm einlässt! Damit du dich fallen lassen und ihm vertrauen kannst.

Solo-Training

Ein Schließmuskel muss sanft trainiert und langsam gedehnt werden. Erkunde deine Rosette bei deinen Solo-Ausflügen. Streichle und massiere sie, während du dich verwöhnst. Besorg dir ein Set aus schlanken Silikon-Buttplugs und beginne mit der kleinsten Größe.

Das Gefühl ist anfangs sehr ungewohnt. Lass dir Zeit. Und nimm Gleitgel! Spann deinen Schließmuskel immer wieder an und lass ihn bewusstlos. Es mag merkwürdig klingen, aber wenn du gegen den Fremdkörper „ankackst“, nimmst du ihn entkrampft und schmerzfrei auf. Mach dich locker. Beim Ausatmen entspannen sich die Muskeln, das Einführen funktioniert viel müheloser. Wenn du den kleinsten Plug in deinem Po hast und dich weiter verwöhnst, wirst du mit ziemlicher Sicherheit feststellen, dass dein klitoraler Orgasmus sich um Einiges intensiver anfühlt als sonst. Wenn sich das für dich nicht mehr komisch anfühlt, sondern richtig gut, greife zum nächstgrößeren Plug.

Wenn dein Körper einmal gelernt hat, dass das, was da passiert, etwas Schönes ist, geht das irgendwann ganz schnell und du hast keinen Widerstand mehr zu überwinden. Dieser Prozess kann Tage oder Wochen dauern. Mach dir selbst keinen Druck!

Vielleicht baust du das dann auch in euren gemeinsamen Sex mit ein. Und stellst fest, dass es ein extrem geiles Gefühl ist, den kleinen Plug in deinem Arsch zu spüren, während er dich oral verwöhnt oder sein Schwanz in deiner Möse steckt.

Endlich: Die Aftershow-Party

Es ist soweit. Du willst es wagen. Bist neugierig, wie sich sein Schwanz in deinem Hintern anfühlt. Willst ihn noch intimer spüren als bei eurem gewohnten Sex. Er hat deinen Arsch verführt, du bist für ihn bereit. Nun kommt es zum eigentlichen Akt.

Wählt dafür eine Position, in der du die Tiefe selbst steuern kannst. Es ist immerhin dein Po. Das kann die Reiterstellung oder das Löffelchen sein. Oder aber die Missionarsstellung, die die größte Entspannung für den Anus bietet. Im Doggy Style hast du als Frau hingegen kaum Einfluss auf die Tiefe und das Tempo. Reiter- und Missionarsstellung ermöglichen zudem währenddessen auch eine nonverbale Kommunikation.

Der Arschfick macht den Lover

Beim Analsex trennt sich die Spreu vom Weizen. Hier zeigt sich, ob der Mann nur ein trauriger Schinkenspicker, oder aber ein virtuoser Liebhaber ist!

Mit einem Ruck reinstecken und losrammeln reicht eben nicht aus. Nein, auch nicht, wenn Mann seine Partnerin vorgedehnt hat und sie für ihn bereit ist. Es wird ihr wehtun und sie wird es hassen! Mach das bei einer anal unerfahrenen Frau und es wird das erste und auch letzte Mal, dass du Rosettenkasper auch nur in die Nähe ihres Hinterns kommen wirst.

Arsch voll, toll

Was musst du als Mann unbedingt beachten, damit sie es genießen kann und wiederholen möchte? Als Erstes musst du wirklich langsam in sie eindringen. Wirklich langsam. Millimeter für Millimeter. Und erst nur mit der Eichel. Halt inne, wenn du den Widerstand ihres Schließmuskels spürst. Lass sie sich gemächlich an das Gefühl der Fülle in ihrem Arsch gewöhnen. Wenn du währenddessen sanft ihren Kitzler stimulierst, entspannt sich ihr After übrigens nachweislich schneller und besser.

Sie wird spürbar lockerer? Dann mach langsam weiter. Und auch, wenn dein Schwanz nach einiger Zeit ganz in ihrem Darm steckt: Mach sachte. Sei behutsam. Zärtlich, slow motion. Ihr seid Anfänger! Es soll in erster Linie wunderschön und lustvoll sein. Auf Hard-Bang-Pornoebene könnt ihr immer noch gehen, wenn ihr eingespielt seid und sie keine Angst mehr hat.

Was du als Frau dazu beitragen kannst, damit es schön für dich wird? Atme. Entspanne dich. Lass es zu. Öffne dich. Und kommuniziere währenddessen darüber, was du magst und was nicht. Sag „Stopp!“, wenn er innehalten soll. Du gibst das Tempo vor!

Anale Grande

Das erste Überwinden der Spannung deiner Rosette ist ein großer Moment. Du spürst, wie dein Schließmuskel weich wird, wie er aufmacht um den Schwanz tiefer aufzunehmen. Wie dein Arsch ihn will. In diesem Moment prasselt die ganze Lust auf dich ein. Jetzt folgt der Genuss! Möglicherweise kommst du allein durch die Penetration deines Darms, vielleicht brauchst du ein bisschen klitorale Unterstützung. Dein erster analer Orgasmus wird dich auf jeden Fall absolut überwältigen. Vielleicht auch überraschen, denn es kann superschnell dazu kommen.

Analverkehr wird für die meisten Frauen von Mal zu Mal einfacher, schöner, entspannter und selbstverständlicher. Je routinierter du wirst, desto weniger aufwändig muss die Vorbereitung ausfallen. Und entgegen hartnäckig kursierender Gerüchte leiert dein Anus von einem Penis auf Dauer übrigens genauso wenig aus wie deine Möse.

Analsex auf dem nächsten Level

Ihr genießt den Analsex inzwischen beide, seid neugierig und experimentierfreudig? Wie wäre es neben Zunge, Fingern und Schwanz mit Spielzeug? Neben Butt Plugs in unterschiedlichen Materialien gibt es Dildos, Vibratoren, Analketten (Beads), Dehner, Spreizer und jede Menge weiteres Equipment, um den Analsex noch aufregender zu machen. Ein Dildo (besonders die kurzen, dicken aus Glas) oder ein Vibro-Ei in der Pussy für die Doppelpenetration, während der Schwanz im After steckt, sind das Paradies! Ein etwas dickerer Plug im Arsch ist ein mega Kick bei der vaginalen Penetration.

Da der Damm (die Wand zwischen Möse und Darm) sehr dünn ist, spürt der Mann die zusätzliche Penetration ganz genau an seinem Schwanz. Die meisten empfinden das als sehr geil.

„Mein Arsch gehört mir!“

Jungs, ihr wollt eure Partnerin davon überzeugen, sich auf Analsex einzulassen? Dann gebt ihr doch einen Vertrauensvorschuss.

Schon die Stilikone Tom Ford sagte: „Jeder Mann sollte einmal im Leben penetriert worden sein. Das würde ihm helfen, die Frauen zu verstehen.“

Das bringt es auf den Punkt. Ihr müsst euch ja nicht gleich mit dem Strap-On oder Dildo von ihr nehmen lassen. Aber eine zärtliche Prostatamassage, bei der eure Partnerin einen Finger in euren Anus einführt und ihn sanft massiert, kann auch euch ganz viel Lust schenken. Das ist besonders geil, während sie euch oral verwöhnt.

Ihr spürt dabei, wie wichtig es ist, behutsam vorzugehen. Vor allem signalisiert ihr damit, dass ihr bereit seid, euch anal hinzugeben. Und Ihr demonstriert, dass ihr eurer Partnerin das Vertrauen entgegenbringt, das ihr von ihr umgekehrt beim Analsex fordert.

Denn mal ehrlich: Wenn ihr nicht wollt, dass man euch an den Arsch geht, dann könnt ihr es von eurer Partnerin auch nicht erwarten.

Go for it!

Nehmt euch Zeit und brecht nichts übers Knie.

Aber lasst euch den Analsex nicht am Arsch vorbei gehen!

Eure Astronaughty


© Copyright · Autor: Astronaughty on joyclub.de | · Fotos: Jakob Owens on Unsplash

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