Deine GeschichteMehrteiler

An diesem Tag

Saskias Adventskalender Teil 4

Einzeln erlebt waren diese bereits wunderbar, aber in Kombination fegte ein Tornado über mich. Die Wogen der Erregung hielten mich lange auf einer Höhe unvergleichlichen Glücks.


Du kennst die Vorgeschichte? Wenn nicht, hier geht es zu Teil 1 >>>


Zu meiner Schande gestehe ich, dass ich keine Kontrolle mehr über meinen Körper hatte und es gut war, dass dieses Toy mit einer Zeitschaltuhr versehen war. Als die Reize sich plötzlich verlangsamten, tauchte zuerst eine Art Traurigkeit in mir auf, weil das Vergnügen vorbei sein sollte, aber das stimmte natürlich nicht mit der Erleichterung meines Körpers überein, der nach Ausruhen lechzte. So schlief ich mit einem Lächeln im Gesicht ein und wachte auf einem nassen, kühlen Laken auf. Es war bereits später Nachmittag. Mit Schrecken stellte ich fest, dass ein derartiges Erlebnis nicht das Richtige für einen Arbeitstag war und dass die Vorsehung meine Nachbarin geschickt hatte, damit ich mich wenigstens krank melden konnte, nicht auszudenken, unentschuldigt des Jobs ferngeblieben zu sein.


Gastbeitrag © Copyright Doris Anbetracht


Eigentlich hatte mich der Freitag gesättigt, was die Erregungskurve betraf. So traute ich mich am Samstagmorgen kaum, das nächste Päckchen zu öffnen. Auf Sex hatte ich keinen Hunger mehr, wenigstens an diesem Tag. Wieder war es lediglich ein Brief.

»Liebe Saskia,

Das, was du gestern erlebt hast, würde ich dir gerne auch anderweitig schenken.«

Ich stöhnte bei diesem Satz. Bitte nicht.

»Aber du wirst dich sicherlich noch davon erholen wollen.«

Ja, auf jeden Fall. Woher wusste mein Schenker das nur wieder?

»Pack deine Tasche für zwei Tage, um 10 Uhr wird dich ein Fahrer abholen kommen und du darfst ein erholsames Wochenende erleben. Genieße diese Zeit und habe Spaß.

Dein Mr. X«

Mein dreifaches Herz, du bist ein Hellseher. Urlaub und Erholung waren so vage Erinnerungen an alte Zeiten. Wohin würdest du mich entführen? Eventuell auch verführen? Würde ich dich jemals kennenlernen?

Ganz artig packte ich entsprechend meine Tasche, wobei ich oft genug grübelnd vor meinem spärlich ausgestatteten Kleiderschrank stand und nicht wusste, was ich mitnehmen sollte, da das Ziel ein mir unbekanntes war.

Genau auf die Sekunde klingelte es. Schnell durchliefen meine Gedanken, ob ich alles dabei hätte und schloss hinter mir die Tür.

»Guten Morgen, junge Frau. Auch am Tag ein netter Anblick. Bitte steigen Sie ein und genießen die Fahrt.«

Derselbe Fahrer wie bei der abendlichen Tour. Seine Fältchen waren eher der lachenden Natur. Wie ein Großvater, in dessen Armen man einfach nur geborgen sein konnte.

Während der Fahrt redeten wir über belanglose Dinge. Die Zeit verflog und ich hatte nicht darauf geachtet, wohin wir fuhren.

Als wir am Ziel ankamen, stand dort ein Hotel, stilvoll und alt anmutend. Das Interieur beim Betreten erstaunte mich. Modern und gleichzeitig antik.

Seine blauen Augen

»Herzlich willkommen, Frau Meyer, im Relax and Fun Hotel. Ihre Suite steht Ihnen bereits zur Verfügung. Der Page wird Ihr Gepäck nach oben bringen.«

Das war mir peinlich. Als wenn ich meine Reisetasche aus dem Discounter nicht hätte selbst tragen können. Irgendwie fühlte ich mich absolut underdressed. Nichtsdestotrotz folgte ich dem jungen Mann zum Fahrstuhl und fand Gefallen an ihm.

Mensch, was war bloß mit mir los, dass ich auf einen Mann abfuhr, der meine Tasche trug? Im Aufzug zwinkerte er mir zu und eine heiße Welle schwappte durch mich hindurch. Unabsichtlich knibbelte ich an meinen Fingern, ein Zeichen äußerster Nervosität. Ein schriller Ton erklang und der Fahrstuhl stoppte.

»Oh, jetzt ist er schon wieder defekt. Dieses Teil hat diese Woche schon zweimal den Geist aufgegeben«, erklärte mir der Page sofort.

Na toll, dachte ich. Aber wieder schwappte diese heiße Woge durch meinen Leib, vor allem mein Unterleib machte verdächtige Zuckungen.

Nach einem Blick in seine blauen Augen vergaß ich mich. Ohne nachzudenken, ohne weitere Worte zu wechseln, klebte ich an seinen Lippen. Von seiner Seite gab es eine direkte Bereitschaft, meinen Kuss zu erwidern und so standen wir in dem immer heißer werdenden Raum und knutschten wie Teenager herum.

Meine Hände fuhren unter die Kleidung. Sie öffneten seine Hose und massierten sofort die Erektion, die ich herausgeholt hatte. Die Luft glich den Tropen. In ihr schwangen Pheromone herum und fachten die Stimmung immer mehr an.

Das, was ich in der Hand hielt, hatte genau die richtige Größe für meinen Mund. Ich kniete mich auf den Boden, sah in sein Gesicht und erblickte einen verklärten Blick, als hörte er jetzt schon die Englein singen. So etwas geschah einem Pagen wohl nicht so häufig.

Ein Wohlgenuss

Sein Glied ragte mir entgegen. Der Kopf glänzte rot und auf dessen Spitze saßen ein paar lustvolle Tropfen, die ich genüsslich abschleckte, bevor er in meinem Mund verschwand. Sein Keuchen wurde mit jeder meiner Handbewegungen heftiger. Die Umrundungen meiner Zunge schienen ihn wahnsinnig zu machen. Das Kraulen an seinen Hoden brachte die gewünschte Reaktion, seine Prostata zuckte und katapultierte sein Sperma mit mehreren Spritzern in meinen Mund. Ich schluckte alles mit einem Wohlgenuss.

Kaum hatte er seinen Orgasmus erlebt, als auch schon das Geräusch verstummte und der Aufzug sich wieder in Bewegung setzte. Mit roten Wangen stopfte der Kerl alles zurück an Ort und Stelle.

Was soll ich zu meiner Suite sagen? Ja, sie war ein Traum. Im obersten Stockwerk gelegen, mit Aussicht über die Umgebung auf drei Seiten. Unten im Park sah ich eine Saunalandschaft mit geschäftigem Treiben. Whirlpools, dampfend, wo man nicht sehen konnte, was darin geschah. Menschen, die Arm in Arm aus den kleinen Hütten kamen und sich ins Eiswasser begaben oder auf dem Schnee wälzten. Ein Pavillon aus Glas, offenbar wohltemperiert, in dem sich Liebespärchen tummelten.

Genau, Liebespärchen. Und ich stand hier oben und war ohne einen Partner. Das größte Zimmer für mich ganz allein und –einsam -. Auf dem Tisch im Wohnzimmer lag wieder eine Nachricht meines unbekannten Gönners.

»Liebe Saskia,

willkommen in der Oase des Glücks. Wie du bestimmt schon gesehen hast, Kleidung kann überbewertet werden. Nur der Empfangsbereich ist so erbeten, da sich auch schon einmal unwissende Besucher und Suchende hier einfinden. Sie sollen nicht unmoralisch abgeschreckt werden. Ansonsten findest du entsprechend den Anlässen die passende Kleidung im Schrank. Keine Angst, sie wird dir gefallen und passen.

Sprachlos

Ich hoffe, du hast mein kleines Geschenk im Aufzug genossen? So ein junger Schwengel, eigentlich noch Jungfrau … Du wirst ihn sehr glücklich gemacht haben.

Genieße deinen Aufenthalt. Alle Angebote stehen dir offen.

Dein Mr. X.«

Sprachlos stand ich mit dem Brief in der Hand da. Meine Gedanken sprangen im Zickzack durch mein Gehirn. Die Beine gaben nach und mein Hinterteil plumpste auf das Sofa hinter mir. So langsam wurde er mir unheimlich. Ja, ich wollte schon immer mal einen Mann verführen, der noch gar keine sexuellen Erfahrungen hatte.

Und Sauna und Nacktheit und … keine Ahnung. Hier schien mir das Paradies auf Erden zu sein. Dieser Adventskalender erfüllte all meine geheimsten Wünsche. Wer steckte dahinter?

Bevor ich zu sehr ins Grübeln geriet, klingelte das Telefon auf dem Tisch.

»Frau Meyer, in einer halben Stunde beginnt die für Sie gebuchte Massage. Bitte begeben Sie sich dafür ins Spa, Sie werden dort in Empfang genommen.«

Massage? Oh, mein Körper sehnte sich nach dem Vortag nach einer Berührung menschlichen Ursprungs. Die Höllenmaschine, wie ich Hans und Konsorten inzwischen nannte, lag zuhause, tief in meinem Kleiderschrank versteckt.

Da Kleidung keine Rolle spielte, begab ich mich nackt zum Spa. Die Natürlichkeit aller anderen Gäste vermittelte eine Normalität diesbezüglich. Niemand, auch kein Mann, starrte mich an. Schließlich schwangen meine Brüste bei jedem Schritt anmutig und aufreizend hin und her. Ich muss zugeben, absichtlich. Das Gefühl der Freiheit begleitete die kribbelnde Stimmung in mir. Dass mein Schritt dabei feucht wurde, ließ sich nicht vermeiden, aber es war einfach egal.

Die Massageliege war mit einem warmen Handtuch belegt. Auch mein Masseur war nackt. Keine Erektion in Sicht.

Warmes Öl

»Sind Sie schwul?«

Schwupps, die Frage war aus meinem Mund gehüpft, bevor ich nachdenken konnte, was ich von mir gab.

»Legen Sie sich gemütlich hin und entspannen Sie sich bitte.«

Er überging meine Frage professionell. Das warme Öl auf meinem Rücken brachte die Ruhe, die ich zum Entspannen benötigte. Seine Finger, kraftvoll und dennoch ohne Schmerzen zu bereiten, kneteten meine Muskulatur durch. Vom Kopf bis zu den Zehen. Über meinen Po goss er erneut Öl, um diesen durchzuwalken, und mein Kribbeln verstärkte sich. Selbst in meine Ritze fuhren seine Finger, öffneten meinen Schließmuskel und entspannten auch jenen. Dass dieser dann seine Finger massierten, war keine Absicht, aber es ließ sich nicht verhindern. War er wirklich einer von denen? Schließlich war diese Behandlung jetzt nicht nur entspannend, sondern auch sehr anregend. Nein, ich hielt besser meinen Mund.

»Bitte drehen Sie sich jetzt auf den Rücken.«

Gehorsam kam ich der Aufforderung nach. Mit dem Versuch, es nicht offensichtlich zu machen, starrte ich nun auf seine gigantische Erektion. Unwissentlich öffnete ich dabei meine Schenkel weiter, als ich es sonst bei einer Massage machte.

Wieder goss er warmes Öl auf meine Haut und seine Finger glitten darüber. Von den Zehen nach oben. Kurz vor meiner Scham übersprangen sie diesen Bereich, um den Bauch und die Brüste zu behandeln. Meine Knospen standen ab. Ich konnte nicht an mich halten und winkelte meine Beine an. Eindeutiger wollte ich die Einladung nicht aussprechen.

Er verstand den Wink mit dem Zaunpfahl. Meine Venus verdickte sich unter seine Behandlung, meine Perle prickelte und meine Quelle lief. Seine Finger liebkosten meinen Schambereich, die Lippen, die Klitoris, die Öffnung. In mir fand er einen Punkt, der selbst mir noch unbekannt gewesen war. Ich hatte das Gefühl, auf die Toilette rennen zu müssen und wollte mich aufsetzen.

Fingerfertigkeit

»Bleiben Sie ganz entspannt liegen und lassen alles geschehen, Sie werden es nicht bereuen.«

Leichter gesagt als umgesetzt. Aber hatte mich mein Adventskalender bisher betrogen? Also glitt ich wieder in den Zustand von vorher. Ich unterdrückte den Drang, auf die Toilette gehen zu müssen, eigentlich hatte es ihn vordem gar nicht gegeben. Das Handtuch unter meinem Hintern wurde nasser. Ich jauchzte mit einem Mal auf, wand mich um seine Fingerfertigkeit und ein Strahl klarer Flüssigkeit schoss aus meinem zuckenden Schoß. Außer Atem legte ich mich ermattet zurück.

Absolute Entspannung erfüllte mich nun. »Möchten Sie nun noch eine Stabmassage?«

Ich besah mir den besagten Stab und entschied mich dagegen. Nein, es reichte mir eigentlich. Schließlich wollte ich an diesem Tag gar keine Penetration spüren, die vom Vortag wirkte noch nach. Seine Miene blieb ohne Regung bei der Absage.

Mein Abendessen nahm ich in meinen Räumlichkeiten ein. Noch mehr Aufregung brauchte ich an diesem Tag nicht mehr.

Ich legte mich schlafen und wurde am nächsten Morgen durch die Sonne, welche in mein Fenster schien liebevoll geweckt. Ich war schon sehr gespannt, was sich „mein Mr. X.“ für heute hat alles einfallen lassen.

Als ich am Sonntagmorgen meine Augenlider erhob, wusste ich im ersten Augenblick nicht, wo ich mich befand. Eine absolute Entspannung war in meinem Körper, der irgendwie auf dem Bett, ein riesiges übrigens, zu schweben schien. Wie es weiterging erfahrt ihr hier >>>

Eure Doris Anbetracht


© Copyright · Autor: Doris Anbetracht | · Fotos: Luca Felix

Hat es Dir gefallen? Was denkst Du gerade?